Ich besuchte ein naturwissenschaftliches Gymnasium, kann auf längere Studienaufenthalte an der University of Edinburgh und der Sorbonne, Paris zurückblicken, erwarb vielfältige Kenntnis Europas als Inspizientin für Sprachschulen in einer Reihe europäischer Länder und halte Kontakt mit jungen Menschen, vor allem meinen Studierenden (teilweise bis heute). Das ist auch der Hauptgrund, weshalb ich von Anfang an eine Studentin im Rahmen des Deutschlandstipendiums unterstützt habe.
Ich habe mich innerhalb meiner beruflichen Laufbahn irgendwann mal dazu entschieden, mich mehr um hochschulpolitische Dinge zu kümmern, als um die Wissenschaft. Ich habe gesehen, dass es zahlreiche gute Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gibt, während der hochschulpolitische Bereich noch unterversorgt war. Mir lagen die Themen Frauenförderung und Studierende stets am Herzen. Mit der Zeit kam ich in immer mehr Gremien rein, und das war die Basis, um sich um die Studierenden und die Fachhochschulen besser kümmern zu können. Ich erhielt irgendwann Zugang zu den Personen, die Verantwortung haben, wodurch mir dann vieles leichter fiel.
Zunächst hatte ich den Vorsitz im Verband Hochschule und Wissenschaft. Dann wurde ich Landesvorsitzende und am Ende sechs Jahre Bundesvorsitzende dieses Hochschulverbandes. Und als Landesvorsitzende hat man eben einen direkten Draht zum Ministerium, dort werden die Entscheidungen getroffen, dort werden Gelder verteilt, dort wird über Stellen entschieden. Ich habe mich sozusagen Top-down von der Spitze nach unten gearbeitet. Andersherum, ist das sehr mühselig, kostet sehr viel Zeit und vor allem Kraft. So erhielt ich Kontakte, an die ich anknüpfen konnte. Auf Landesebene gab es einige Mitstreiterinnen und so habe ich mit der späteren Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Wintermantel, und fünf anderen Frauen den Verband Baden-Württembergische Wissenschaftlerinnen (VBWW) gegründet.