Vertreter der Hochschule Heilbronn und Optima pharma sitzen und stehen um einen Tisch und unterzeichnen eine Vereinbarung.

Neue Wege für die Zukunft: HHN und OPTIMA pharma gehen Partnerschaft ein

red|13.03.2025
  • Die Hochschule Heilbronn und die OPTIMA pharma GmbH gehen eine weitreichende Zusammenarbeit ein.

  • Die Gründung eines Zentrums für Industrielle Digitalisierung und Automatisierung sorgt für Wissenstransfer zwischen Hochschule und Unternehmen. 

  • Neuer Studiengang „Künstliche Intelligenz und industrielle Digitalisierung“ soll speziellen Bedarf der Industrie decken.

  • OPTIMA fördert eine Promotionsstelle und bietet Studierenden durch Abschlussarbeiten, Praktika und Exkursionen Einblicke in die Praxis.

Heilbronn, März 2025. Die Hochschule Heilbronn (HHN) und die OPTIMA pharma GmbH unterzeichnen eine weitreichende Kooperationsvereinbarung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Vernetzung zwischen Wissenschaft und mittelständischer Industrie in der Region voranzutreiben und dem Fachkräftemangel gezielt entgegenzuwirken. Besonders im Fokus stehen zukunftsweisende Themen wie Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. „Mit der Kooperation zwischen Optima und der Hochschule Heilbronn stärken wir die wirtschaftliche Achse Heilbronn-Hohenlohe und versorgen die Region mit exzellent ausgebildeten Fachkräften, die gezielt die Bedarfe der Industrie decken,“ sagt Rektor Oliver Lenzen.

Ein zentraler Bestandteil der Kooperation ist die Gründung eines gemeinsamen Zentrums für Industrielle Digitalisierung und Automatisierung, das am Heilbronner Institut für Technologie der HHN angesiedelt wird. Hier werden Lehrende und Studierende praxisnahe Forschungsprojekte in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung durchführen, deren Erkenntnisse direkt in die industrielle Anwendung bei Optima einfließen. Studierende erhalten dabei wertvolle Einblicke in hochautomatisierte Abfüllanlagen und spezialisierte Produktionsverfahren für empfindliche Produkte wie Medikamente oder Blutplasma.

Neuer Studiengang in Planung

Zum kommenden Wintersemester 2025/2026 soll an der HHN der neue Studiengang Künstliche Intelligenz und industrielle Digitalisierung starten. Dieser soll im kooperativen Modell angeboten werden – das bedeutet, bei Optima arbeiten und an der HHN studieren.

Ganz besonders freuen sich die Partner im Rahmen der Kooperation ein Promotionsstipendium anbieten zu können. Für die Dauer von zunächst drei Jahren fördert Optima eine wissenschaftliche Promotionsstelle an der HHN. Zudem sollen vermehrt Bachelor- und Masterarbeiten in Kooperation mit Optima entstehen sowie gemeinsame Praktika und Exkursionen angeboten werden. So sollen vom Bachelorabschluss bis zum Doktortitel exzellente Fachkräfte ausgebildet werden, die den Arbeitsmarkt bereichern.

„Die Studierenden werden mit hochaktuellen Herausforderungen der Industrie konfrontiert und so bestens für ihre Zukunft vorbereitet. Optima Pharma erhält mit der Kooperation Zugang zur neuesten Forschung“, sagt CEO Pharma Dr. Johannes-Thomas Grobe.

Vertreter der HHN und von Optim stehen vor einer Abfüllanlage in einer Montagehalle und unterhalten sich angeregt.

Verbindung zwischen Wissenschaft und Industrie

Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der Optima Group, Hans Bühler, und Dr. Johannes-Thomas Grobe, CEO von Optima Pharma, hat Professor Thomas Pospiech den Anstoß zu der Kooperation gegeben.

Pospiech ist an der HHN Professor für Regelungstechnik, Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Davor war er als Engineering Director bei Optima tätig. Nun vernetzt er die beiden Organisationen miteinander – als Chief Technology Officer bei Optima und als Professor an der Fakultät für Technik.

„Diese wegweisende Kooperation wird uns die Möglichkeit bieten, die technologische Zukunft aktiv mitzugestalten“, sagt Thomas Pospiech. „Innovative Projekte kombiniert mit kreativen Ideen und wissenschaftlichem Arbeiten, schaffen neue Perspektiven und Lösungen für die Aufgaben von morgen.“ 

Über OPTIMA pharma

Die Optima Pharma Division plant, entwickelt und realisiert Abfüll- und Verpackungsanlagen für Pharmazeutika, die höchste Reinheitsklassen erfordern. Ihr Portfolio umfasst Abfüll-, Verschließ- und Prozesstechnik mit hoher Prozesssicherheit und Flexibilität, pharmazeutische Gefriertrocknung sowie Isolatoren. Als Technologiepartner für Turnkey Projekte für Pharmaunternehmen verbessert Optima Pharma das Leben von Patienten und Anwendern weltweit.

Optima Pharma ist Teil der Optima Unternehmensgruppe aus Schwäbisch Hall.

Optima ist Technologieführer im präzisen Dosieren, Füllen, Verpacken und im Handling anspruchsvoller flüssiger und fester Produkte. Mit flexiblen und kundenspezifischen Systemen sorgt Optima seit mehr als 100 Jahren dafür, dass wertvolle und empfindliche Güter wie Medikamente, Hygiene- und Medizinprodukte, Lebensmittel oder Kosmetika weltweit bei den Menschen ankommen, die täglich auf diese Produkte angewiesen sind.

Mehr als 3.150 Experten tragen am Hauptsitz in Schwäbisch Hall sowie an über 20 Standorten im In- und Ausland zum weltweiten Erfolg von Optima bei. Die gemeinsame Mission „We care for people“ steht dabei täglich im Vordergrund.

Ansprechperson

Prof. Dr.-Ing. Thomas Pospiech
Prof. Dr.-Ing. Thomas Pospiech
Professor für Regelungstechnik, Steuerungs- und Automatisierungstechnik und Elektronik
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik

Die Hochschule Heilbronn (HHN) ist eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60 zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt. Das hauseigene Gründungszentrum unterstützt Studierende sowie Forschende zudem beim Lebensziel Unternehmertum.